Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ. Sie produziert Hormone, die eine wichtige Rolle bei Stoffwechsel­vorgängen spielen. Diese helfen bei der Regu­lierung zahlreicher Körper­funktionen. Schild­drüsen­erkrankungen ziehen den gesamten Organismus in Mitleiden­schaft. Deshalb ist bei geringstem Verdacht auf eine Schilddrüsen­erkrankung eine sofortige und eingehende Untersuchung und Abklärung notwendig. Schilddrüsen­erkrankungen können bei frühzeitiger Erkennung und Therapie oft konservativ behandelt werden. Unsere Spezialist:innen stehen Ihnen aber auch im Falle eines notwendigen operativen Eingriffes zur Seite.

Welche Schilddrüsen­er­krank­ungen werden in unserer Klinik be­handelt?

Konservative Behandlung von Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Unter- und Überfunktion der Schilddrüse
  • Immunthyreopathien (Hashimoto, Morbus Basedow)
  • Schilddrüsenknoten
  • Schilddrüsenprobleme in der Schwangerschaft
Operative Eingriffe an der Schilddrüse
  • Gutartige Veränderungen der Schilddrüse (z.B. Knotenbildungen, Zysten, Morbus Basedow, Struma)
  • Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse - Schilddrüsenkarzinome
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüse (Nebenschilddrüsenadenom, Hyperplasie)
Thermoablation von Schilddrüsenknoten
  • Gutartige Schilddrüsenknoten, die Beschwerden oder eine Überfunktion verursachen, können auch mittels Radiofrequenzablation (RFA) sanft behandelt werden.

  • Vorteil der RFA: Die Schilddrüsenfunktion bleibt erhalten, eine OP ist nicht notwendig, es bleibt keine Narbe zurück, ein Krankenstand ist nicht erforderlich.

Erkrankungen der Neben­schild­drüse

Die Nebenschilddrüse spielt eine wesent­liche Rolle bei der Regulation des Kalzium­stoffwechsels. Eine Über­funktion (Hyper­para­thyreoidis­mus) führt zu einem erhöhten Kalzium­spiegel im Blut (Hyper­kalzämie). Dies ist schlecht für die Ge­fäße, kann Nieren­steine und Magen­geschwüre ver­ur­sachen.

Umgekehrt kann auch die Unter­funktion der Neben­schild­drüse (Hypo­para­thyreoidis­mus) durch einen niedrigen Kalzium­spiegel (Hypo­kalzämie) zu Be­schwerden führen.

Konservative Behandlung von Nebenschilddrüsen-Erkrankungen
  • Unterfunktion der Nebenschilddrüse (Hypoparathyreoidismus)
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus): v.a. milde oder durch einen Vitamin D-Mangel verursachte Verlaufsformen
Operative Eingriffe an der Nebenschilddrüse
  • Nebenschilddrüsenadenom, Hyperplasie der Nebenschilddrüsen

Welche hormonellen Er­krank­ungen werden in unserer Klinik be­handelt?

Die Endokrinologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Funktion bzw. Störungen von hormon­produzierenden Organen be­fasst. Unsere Expert:innen stehen Ihnen, ab­ge­sehen von der Schild­drüse, auch bei vielen weiteren endo­krino­logischen Problem­stellungen zur Seite.

Osteoporose

Die Osteoporose ist gekennzeichnet durch einen gestörten Knochenstoffwechsel, die den Knochen dünner und poröser macht. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (Frakturen).

Eine rechtzeitige Diagnose und medikamentöse Therapie bei schweren Fällen (manifeste Osteoporose) kann weitere Knochenbrüche verhindern und die Lebensqualität verbessern.

Endokrine Hypertonie

Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist eine sehr häufige chronische Erkrankung. Diese kann schwerwiegende Folgen haben. In ca. 10 % der Fälle gibt es eine hormonelle Ursache der Hypertonie, die ursächlich therapiert werden kann.

Eine hormonelle Abklärung sollte vor allem bei jungen Patient:innen, schwerer Hypertonie, bei schlanken Menschen ohne familiäre Vorbelastung oder auch bei Elektrolytveränderungen (Hypokaliämie) erfolgen.

Nebenniere

Tumoren (Raumforderungen) der Nebenniere sind häufig ein Zufallsbefund (sogenannte Inzidentalome). Diese werden im Rahmen von bildgebenden Untersuchungen (z. B. Sonographie, CT, MR), die aufgrund anderer Beschwerden oder Erkrankungen veranlasst wurden, erkannt.

Hier ist zunächst die sichere Unterscheidung von hormoninaktiven und hormonaktiven Raumforderungen, wie z.B. einem Cushing-Syndrom, einem Conn-Syndrom oder einem Phäochromozytom wichtig.

Hormone der Frau

Im weiblichen Zyklus und für die Frucht­barkeit spielen Hormone eine große Rolle. Die Hormone haben aber auch Ein­fluss auf zahl­reiche andere Körper­funktionen. Unsere Expert:innen beraten und unter­stützen Sie bei hormonellen Problemen und Frage­stellungen.

Kinderwunsch

Jedes 6. Paar in Österreich bleibt ungewollt kinderlos. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, eine große Rolle spielt die Tatsache, dass sich der Kinderwunsch in immer spätere Lebensphasen verschiebt. Die natürliche Fruchtbarkeit nimmt mit dem Alter ab und andere Faktoren, wie z. B. Lebensstilfaktoren (Übergewicht und Rauchen), Stoffwechselprobleme und hormonelle Veränderungen aggravieren die Situation.

Auch Schilddrüsenprobleme sind häufig und können unbehandelt ernste Folgen für die werdende Mama und ihr Baby haben. Daher sollte bei Kinderwunsch eine umfassende internistische Abklärung mit Fokus auf die Hormone, den Stoffwechsel und den Lebensstil erfolgen.

Polycystisches Ovar-Syndrom (PCOS)

Das polycystische Ovar-Syndrom (PCOS) ist die häufigste Hormon­störung der Frau. Diese betrifft bis zu 15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter. Das Krankheits­bild ist vielfältig. Es reicht von Zyklus­unregel­mäßig­keiten über erhöhte männliche Hormone, die sich in einer vermehrten Körper­behaarung und Akne zeigen, bis hin zu unerfülltem Kinderwunsch und Stoffwechsel­veränderungen.

Erste Beschwerden treten bereits in der Pubertät auf. Das Vollbild liegt häufig erst in den 20ern oder 30ern vor. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie ist wichtig, um Spätfolgen wie unerfüllten Kinderwunsch, Schwanger­schafts­komplikationen oder einen Diabetes mellitus zu vermeiden.

Menopause

Im Alter zwischen Mitte 40 und Mitte 50 stellen die Eierstöcke allmählich die Hormonproduktion ein, was zu einem Absinken des Östrogenspiegels und damit häufig zu Beschwerden führt. Die Wechseljahre einer Frau erfordern nicht immer einer Behandlung. Sind jedoch entweder die Beschwerden sehr belastend oder setzt die Menopause (zu) früh ein, kann neben einer pflanzlichen Therapie auch an eine Hormontherapie gedacht werden.

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